Die schroffe Nordküste von Sao Jorge

Insel São Jorge

São Jorge ist die Insel des Käses, sprich die Insel der Kühe. Für den würzigen São-Jorge-Käse wird ausschließlich Rohmilch verwendet. Und es handelt sich dabei um reine Weidemilch, die Kühe sind das ganze Jahr draußen.

Die Fajã São João ganz im Osten der Insel

Aber São Jorge bietet mehr als nur Käse. Eine geologische Besonderheit der Insel sind die sogenannten Fajãs. Diese, zum großen Teil schmalen und mehr oder weniger ebenen Küstenstreifen sind durch Bergrutsche und die Brandung entstanden. Sie befinden sich vorwiegen auf der Nordseite der Insel. Einige von ihnen sind nur zu Fuß zu erreichen.

Größter Ort Velas: Hafen, Badestellen und ein Hausberg

Der Hauptort der Insel ist nicht viel größer als ein Dorf, verströmt aber städtisches Flair. Das mag durch den großzügigen zentralen Platz vor der Pfarrkirche liegen oder auch an der Fußgängerzone mit einigen kleinen Geschäften.

Der Hafen von Velas ist das Tor zur Insel, hier legen nicht nur die Personenfähren von Pico an, sondern auch Fracht- und Containerschiffe, dennoch wirkt er die meiste Zeit, wenn kein Schiff da ist, wie ein lauschiger Fischerhafen. Seit 1799 begrüßt das Hafentor Portão do Mar die Besucher.

Die Kirche von Velas

An der zerklüfteten Küsten in Richtung Nordwest liegen zwei Meeresbadeanlagen im Stadtgebiet. Je nach Seegang ist mal die eine, mal die andere besser zum Baden geeignet.

Westlich der Stadt erhebt sich der Hausberg Morro Grande. Mit seinen 161 m ist er schnell bestiegen. Hinter der Kapelle Ermida Senhora do Livramento in der Rua do Livramento am Westrand von Velas beginnt der Aufstiegsweg. In weiten Kurven zieht er sich hinauf bis zu der Ruine eines alten Wachturms, der zur Zeit des Walfangs regelmäßig besetzt war.

Die westliche Landzunge von São Jorge

São Jorge -– wie ein Dinosaurierrücken

Die Landzunge im Westen von São Jorge hat ihren Namen von dem kleinen Bauerndorf Rosais. Das Dorf selbst bietet dem Besucher wenig, die Ponta dos Rosais hingegen Ausblicke nach Pico, Faial, Terceira und Graciosa. Eine Piste führt bis ans Ende der Insel zum ehemaligen Leuchtturm Farol dos Rosais. Das Gelände mit den verfallenen Gebäuden sollte nicht betreten werden. Kurz davor befindet sich ein Aussichtspunkt mit altem Walausguck, wo man einen genauso guten Blick hat.

Die Landspitze ist im oberen Bereich recht flach und von Kuhweiden durchzogen. Lediglich ihr Rand fällt zu allen Seiten fast senkrecht ins Meer.

Nördlich von Rosais liegt der Parque Florestal das Sete Fontes. Lauschige Pfade durchziehen das ca. 50 ha große Gelände, in dem einige exotische Bäume, große Palmfarne sowie üppige Azaleenhecken wachsen. Am Parkeingang befindet sich ein Walfangbot aus Beton. Auf Azulejos ist das Gemälde „Os Emigrantes“ des azorianischen Künstler Domingos Rebelo (1891-1971) dargestellt.

Einen Eindruck von den steilen Flanken der Landzunge bekommen Sie vom nahegelegen und ausgeschilderten Miradouro Ferrã Alfonso. 300 Meter fällt die Nordküste hier ab.

Der westliche Bergrücken São Jorges

Im westlichen Bereich der Insel liegt der Bergrücken mit den höchsten Kuppen. Der offiziell markierte Wanderweg PR 4 SJO erschließt die höchsten Gipfel. Er beginnt an der Straße ER 3-2 von Urzelina nach Norte am Pico das Caldeirinhas und folgt der breiten Kammlinie vorbei am Pico da Esperança, der mit 1053 m die höchste Erhebung der Insel ist. Mit dem Fahrrad zkann man den gesamten Bergrücken auch abfahren, da sich die Wege dafür eignen.

Zwischen Pico das Caldeirinhas und Pico da Esperança liegt der Pico Montoso mit der längsten senkrechten Vulkanröhre der Azoren (Algar do Montoso). 140 Meter geht es in die Tiefe. Reise-Agenturen vor Ort bieten das kleine Kletterabenteuer an.

Anreise nach São Jorge

Etwas über 7 km sind es von Velas zum Flughafen São Jorge (SJZ), neben den Hafen von Velas das zweite Tor zur Insel, und nur SATA Air Açores fliegt São Jorge an. Terceira und São Miguel (Ponta Delgada) sind die Verbindungsflughäfen nach Pico. Aber auch dort geht es beschaulich zu, ob ein Flugzeug kommt oder geht oder auch wenn keins da ist. Von Pico aus kann man auch mit der Personenfähre anreisen.

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